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Die häufigsten Fehler bei der Regalprüfung – und wie Sie diese vermeiden

In einigen Lagern wird gearbeitet, als gäbe es keine Regeln. Regale werden be- und entladen, Gabelstapler manövrieren in engen Gängen, und doch denkt kaum jemand daran, was passieren kann, wenn eine einzige Regalstütze nachgibt. Genau hier setzt die Regalprüfung an – und dennoch wird sie oft stiefmütterlich behandelt. Nicht selten, weil man sich zu sicher fühlt. Oder weil der Ablauf im Alltag untergeht. Das Ergebnis: teure Schäden, gefährliche Situationen oder rechtliche Konsequenzen.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen nicht nur die häufigsten Fehler bei der Regalprüfung – sondern vor allem, wie Sie diese dauerhaft vermeiden. Damit Ihre Regale sicher bleiben. Und Ihr Betrieb störungsfrei läuft.

fehler bei der regalprüfung- inspektor notiert an einem schwerlasteregal

Fehlende oder zu selten durchgeführte Prüfungen

Der häufigste und zugleich folgenschwerste Fehler ist auch der banalste: Die Regalprüfung wird schlicht vergessen – oder bewusst verschoben. Dabei ist sie gesetzlich vorgeschrieben, sobald Regale gewerblich genutzt werden. Die wichtigsten Grundlagen liefern hier die DIN EN 15635, die DGUV Regel 108-007 sowie die Betriebssicherheitsverordnung (§ 3 & § 10).

Was viele nicht wissen: Die Prüfpflicht gliedert sich in zwei Ebenen. Neben der jährlich durchzuführenden Expertenprüfung verlangt der Gesetzgeber auch eine regelmäßige Sichtkontrolle durch geschultes Personal. In der Praxis bedeutet das: Wöchentliche Kontrolle, ergänzt durch eine vollständige Prüfung einmal im Jahr durch eine befähigte Person oder einen externen Dienstleister.

Wer diese Intervalle nicht einhält, bringt nicht nur Mitarbeiter in Gefahr, sondern riskiert im Ernstfall auch Bußgelder oder die Haftungsverlagerung auf die Geschäftsleitung.

Prüfungen durch ungeschultes Personal

In vielen Betrieben übernehmen Lageristen oder Schichtleiter die Sichtprüfung – oft ohne dafür geschult zu sein. Auf den ersten Blick scheint das effizient. Doch ohne fachliche Einweisung fehlen das nötige Auge und vor allem das Verständnis für sicherheitsrelevante Details.

Ein verbogener Regalträger kann harmlos aussehen – ist aber unter Belastung ein unkalkulierbares Risiko. Genau hier zeigt sich: Die Sichtkontrolle ist mehr als ein flüchtiger Rundgang. Sie erfordert Fachwissen, Erfahrung und klare Prüfkriterien.

Eine gute Lösung: Lassen Sie Ihre Mitarbeiter zur „befähigten Person zur Regalprüfung“ schulen. Mit einer Checkliste für die wöchentliche Regalprüfung sind Sie gut vorbereitet. Alternativ übernehmen externe Dienstleister wie wir diese Verantwortung für Sie – rechtskonform, dokumentiert und mit geschultem Blick.

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Typische Schäden werden nicht erkannt – oder ignoriert

Nicht jeder Schaden ist auf den ersten Blick dramatisch. Eine Delle, ein Kratzer im Lack, ein kleines Spiel im Verbindungsbolzen – all das wirkt harmlos. Doch genau diese Kleinigkeiten sind oft der Anfang von strukturellen Problemen. Wird eine Stütze regelmäßig angefahren, verformt sich das Material minimal – und verliert langsam seine Tragfähigkeit.

Besonders gefährlich sind:

  1. Anfahrschäden durch Gabelstapler
  2. Verbogene oder verzogene Regalstützen
  3. Risse im Stahlprofil
  4. Abplatzungen des Schutzlacks – häufig ein Frühwarnzeichen für Korrosion

 

Diese Schäden werden häufig übersehen – oder nicht ernst genommen. Dabei gelten in der Regalprüfung klare Schadensstufen: Grün (beobachten), Orange (sofort entlasten), Rot (sofort sperren!). Ein erfahrener Prüfer kennt diese Klassifikation und dokumentiert alle Abweichungen eindeutig.

Keine oder unvollständige Dokumentation

Eine Prüfung ohne Protokoll ist wie ein Feuerlöscher ohne Füllung: nutzlos, wenn es drauf ankommt. Kommt es zu einem Unfall, zählt nur eines: Was wurde wann festgestellt – und wie wurde darauf reagiert?

Viele Unternehmen versäumen genau das bei der wöchentlichen Sichtkontrolle. Es fehlt an:

  1. Prüfprotokollen,
  2. lückenloser Archivierung,
  3. Sichtkontroll-Nachweisen.

 

Die Folge: Rechtlich sind Sie unter Umständen angreifbar – und im schlimmsten Fall haftbar, sollte ein Schaden entstehen.

Ein vollständiges Prüfprotokoll enthält:

  1. Name des Prüfers
  2. Datum und Uhrzeit
  3. Begutachtete Regalanlagen
  4. Auffälligkeiten nach Schadensstufen
  5. Handlungsempfehlungen
  6. Maßnahmen-Status

 

Schäden werden nicht oder zu spät behoben

Wenn eine Regalprüfung Mängel aufdeckt, beginnt die eigentliche Arbeit: Die Beseitigung. Doch genau hier hakt es oft. Aus Zeitdruck oder Kostengründen werden beschädigte Bauteile nicht sofort repariert – oder nur notdürftig.

Dabei ist jede Verzögerung ein Sicherheitsrisiko. Besonders dann, wenn orange markierte Schäden weiter belastet werden. Das System ist dann nicht mehr berechenbar.

Unsere Lösung heißt ROBUSTO: Ein patentiertes Reparatursystem, das im laufenden Betrieb eingesetzt werden kann – ohne Auslagerung oder Betriebsunterbrechung. Damit minimieren Sie nicht nur das Risiko, sondern auch die Stillstandzeiten Ihrer Lagerfläche.

Fehlender Anfahrschutz

Nicht jeder Schaden entsteht durch Materialermüdung – viele durch Menschen. In hektischen Arbeitsumgebungen reichen Sekundenbruchteile: Ein falsch eingeschlagener Lenkeinschlag am Stapler, ein unachtsamer Moment, und schon kracht es. Wenn dann kein Anfahrschutz installiert ist, wird die Regalstütze zur Sollbruchstelle.

Laut DGUV müssen Regale insbesondere an gefährdeten Ecken durch Anfahrschutzsysteme abgesichert werden – idealerweise am Boden verankert und nicht am Regal befestigt.

Unser Anfahrschutz RAMBO – „Der Klügere gibt nach“ – federt Aufprallkräfte aktiv ab. Das spart nicht nur Reparaturkosten, sondern schützt auch Ihre Mitarbeiter.

Wer die Fehler kennt, kann sie vermeiden – dauerhaft

Eine Regalprüfung ist weit mehr als ein Pflichttermin. Sie ist ein aktiver Beitrag zur Sicherheit, zur Verfügbarkeit Ihrer Lagerflächen – und zur rechtlichen Absicherung Ihres Unternehmens. Die häufigsten Fehler lassen sich vermeiden, wenn Sie wissen, worauf es ankommt:

  1. Halten Sie gesetzliche Prüfintervalle ein
  2. Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden oder beauftragen Sie Profis
  3. Reagieren Sie auf Schäden sofort
  4. Schützen Sie Ihre Regalanlagen durch präventive Maßnahmen wie Anfahrschutz

 

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